Ich brauchte den Schinken - Wirklich!


Das WG-Leben ist nichts für zart besaitete Gemüter. Selbst bei den Veteranen an der WG-Front ist nicht immer alles “Friede, Freude, Eierkuchen” - das Revier wird immer wieder neu ausgehandelt. Klingt wie Krieg? Ist es auch. Irgendwie.

Auf der anderen Seite, wie langweilig wäre das Leben ohne die kleinen Querelen. Wenn wir wegen dem fehlenden Käse, den Haaren im Abfluss oder dem ungebetenen Dauergast uns selbst bedauern - im selben Moment fühlen wir zwar, wie sich der Wunsch nach Einsamkeit schmerzhaft durch Mark und Bein zieht. Doch statt nach den Immobilienanzeigen greifen wir zum Post-It, das unsere Verzweiflung und Sehnsucht an die Quelle des Bösen weiterträgt: der Mitbewohner. Denn am Ende siegt die Feigheit - direkte Auseinandersetzungen sind immer etwas unangenehm.

As time goes by - die Zeit heilt alle Wunden: Wer könnte nicht im Nachhinein über die kleinen Liebesbotschaften aus dem Nebenzimmer lachen, die kurz und bündig zusammenfassen, worum es eigentlich beim Zusammenleben geht: das nackte Überleben.

“Ich lecke an meinem Käse “, “Die diktatorische Art, mit der Du bestimmst welches Programm wir anschauen - Die Wiederholungen von O.C. California sind für Dich doch nur ein Vorwand, um leicht bekleidete Mädchen anzugaffen” - Auszüge aus der Welt der Wohngemeinschaften.

16 Ich brauchte den Schinken   Wirklich!

Die britische Künstlerin und Art Directorin Oonagh O`Hagan hat über Jahre WG-Zettel gesammelt und im unterhaltsamen Band “Ich brauchte den Schinken - wirklich” veröffentlicht.

Der hier kommt mir irgendwie bekannt vor…

wg zettels Ich brauchte den Schinken   Wirklich!

Und welche Zettel kleb(t)en an deiner Zimmertür?

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One Comment, Comment or Ping

  1. Erasmus

    mir wurde bereits gedroht, dass das telefon in der Badewanne lande, wenn ich nicht sofort aufhöre zu telefonieren. Na, nicht Jeder ist so geduldig wie Mami und Papi es einmal waren…

    Januar 29th, 2009

Reply to “Ich brauchte den Schinken - Wirklich!”