Sag mir, wo die Blumen sind oder Guerilla Gardening


Eine besonders geeignete Beschäftigung zur Unterhaltung in der Krisenzeit ist das Guerilla Gardening. Es ist umsonst und drückt Protest aus,  kanalisiert in grünen Bahnen, gesäumt von Sonnenblumen.

Teufelchen und Engelchen halten beim Guerilla Gardening Händchen, ist es auf der einen Seite ein Weg, den eigenen Lebensraum aufzuwerten und auf der anderen illegal und per Gesetz Sachbeschädigung. Die Flächen der grünen Attacke sind öffentlicher Raum: Verkehrsinseln, Bürgersteige und sonstige vergessene Flecken im urbanen Beton-Einerlei. Dies befördert das sonst so friedvolle Gärtnern zum Guerilla Akt, denn es macht ebensolche Taktiken notwendig, um erfolgreich zu sein. Vom verführerischen Flair abgesehen, könnte man eigentlich meinen, der Schreber-Garten erobere den öffentlichen Raum. Schließlich haben die kriegerischen Gärtner genauso die Selbstversorgung im Hinterkopf wie ihre weniger hippiesken Vorgänger. Auch der Revoluzzer träumt von der Zucchini-Ernte - nur vor dem Hotel Atlantik.

 

Stadtkluft für urbane Indianer


Stadtansichten auf der Bluse: Was aussieht wie ein Blumenmuster, sind in Wirklichkeit Berliner Straßenlaternen.
Mit ihrem Modelabel Stadtkluft verwirklichen Claudine Brignot (urbanspeed) und Sandra Siewert (s-wert-design) ein durch und durch urbanes Konzept im Bereich Modedesign. Das beste aus zwei Welten, Mode und Grafik, auf Stoff vereint:

s wert design paris2 Stadtkluft für urbane Indianer

Pariser Luft Wickelrock

Die Kleider sind urbane Trachten aus hochwertigen Materialien, - eine schöne Schale mit intelligenten Details für die Wanderjahre in der Stadt (…).

Die Kollektion umfasst bislang fünf Städte: Berlin, Brüssel, Paris, New York und Tokyo sind Paten der großstadtgerechten Uniform. Die architektonischen Landschaften dieser Metropolen liefern Motive, die auf hochwertigem Stoff gebannt wie kleine Liebeserklärungen wirken. Die Borte “Brüsseler Spitzen” setzt sich aus dem Atomium zusammen. Die Brücken von New York, der Blick über die Dächer von Paris und die Tokioter Strassenleuchte abstrahiert als florales Muster sind subtiler und romantischer als jedes “I heart NY”-T-Shirt.

Sandra und Claudine sammeln bei jeder ihrer Städtereise neue Ideen. Sandra: “Ich erstelle zu verschiedenen Städte und Themen Grafiken/Muster. Dann stimmen Claudine und ich uns ab, welche Teile wir produzieren wollen und welche Sadt dazu passt.”
Ich hoffe, sie besuchen auch bald Barcelona. Spannend zu sehen für welches Motiv sie sich entscheiden würden, der phallusartige Agbar-Turm oder eher die Sagrada Familia? Bei der voll gepackten Schatztruhe an Architekturdesign dürften doch gleich mehrere Kollektionen für katalanische Stadtpflanzen drin sein.

Und was bringt der Sommer für Großstadtindianer?
Die neuen Kluften greifen das maritime Thema in Form von grafisch angeordneten Booten, linearen Architekturen aus Berlin, den wellenförmigen Schwimmbad-Dächern und dem urbanen Seerosen-Motiv auf.


Im Internet kann man die Teile im Onlineshop bestellen.

 

Scratching: Berliner trinken aus zerkratzten Gläsern


Was kommt einem in den Sinn, denkt man an Berlin? Zornige Kinder, Stadtpflanzen, kleinkariert und Wohnmaschinen?

s.wert Design versuchen die ganze Pracht Berlins in einem unverwechselbaren urbanen Design auf Gläsern, Kissen und Decken festzuhalten. Raus gekommen sind die oben genannten Urbane Interieurs Kategorien. So verbirgt sich hinter z.B. “Schöner Schein” eine Kollektion “aus Hänge- und Tischleuchten, die das “Zusammenspielmoderner urbaner Ornamentik mit dem vorherrschenden Baumaterial Beton beleuchtet und  so die verborgenen Schätze der Stadt ins rechte Licht rückt.” Aha! Die Lampen tragen dann so hübsche Namen wie Kotti (das berühmt berüchtigte Kottbusser Tor in Kreuzberg).

Kuscheln ist nun auch mit Berlin möglich: wer sich einen gemütlichen Fernsehabend auf dem Sofa machen möchte und dabei Berlin ganz dolle drücken möchte, kann dies mit der Kissen-Kollektion “Zornige Kinder - Fassaden zum Kuscheln”. “Die urbanen Kissen tragen stolz Motive mit aus dem Stadtbild verschwindenden (verschwundenen) Fassaden der Berliner Nachkriegsmoderne: Haus der Statistik, Centrum Warenhaus, oder Zoofenster. Nostalgisch wird der ein oder andere wohl auch, denkt er an die Berliner S- und U-Bahn. Kein Zug, der nicht den Blick aus dem Fenster durch kunstvolles Scratching verschleiert. Stand der Austausch der Scheiben ebenso wie die Anbringung von Tütenspender für Hundehaufen auf der To-Do-Liste des Tourismus-Chefs Berlin zur WM 2006, so haben s.wert Design den zerkratzten Durchblick bereits adoptiert und Scratchen nun auch Trinkgläser.

 

Ausstellungsraum Straße


Manche sprechen von Sachbeschädigung und Vandalismus, andere von Kunst. Einige nennen es die Rückeroberung des urbanen Raums, andere wiederum schimpfen über die “Reviermarkierungen inkontinenter Hunde”. Qualität und Ausdruck von Tags, Stencils, Sticker und Co ist so vielfältig wie die Szene selbst, die vom pubertären Schmierer bis künstlerisch motivierten Stadteroberern reicht.

Der ein oder andere aufmerksame Großstädter entdeckt immer wiederkehrende chiffrierte Botschaften. Die Dekodierung mag dem Laien nicht einfach fallen. Graffiti, Tags, Stencils, Sticker und Visual Kidnapping machen die Stadt lebendiger und so manche graue Wand bunter. Berlin, die Stadt derselben, ist auch hier wieder Zentrum der kreativen Kraft. Das regelmäßig stattfindende Kunstprojekt Backjumps verwandelt alle Jahre wieder die Stadt zu einem lebendigen Magazin und verteidigt damit Streetart als urbane Kommunikationsform.

Der Verein NOFITTI ist eine Bürgerinitiative zur „Rettung des Berliner Stadtbildes“. Die Berliner Zeitung, dass der NOFITTI-Chef zu DDR-Zeiten jahrelang Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi gewesen sein soll, was der Sympathie nicht zuträglich gewesen sein dürfte.

Illegale Neuordnung des öffentlichen Raums hin oder her - wer Popmonkeys auf Gehsteinen, Smileys auf Kaugummiautomaten und die “6″ auf Eingangstoren entdeckt, verkürzt sich nicht nur den Weg zur Arbeit, sondern lernt die Stadt zu lesen: kategorisiert nach Straßen und Städten auch online oder gebunden zu finden.

Aber auch andere Städte stellen Ausstellungsraum zur Verfügung. London hat gleich eine neue Population “kleiner Menschen” ausgesetzt und beobachtet Ihr Überleben im Goßstadtdschungel. Manche sprechen von Sachbeschädigung und Vandalismus, andere von Kunst. Einige nennen es die Rückeroberung des urbanen Raums, andere wiederum schimpfen über die “Reviermarkierungen inkontinenter Hunde”. Qualität und Ausdruck von Tags, Stencils, Sticker und Co ist so vielfältig wie die Szene selbst, die vom pubertären Schmierer bis künstlerisch motivierten Stadteroberern reicht.

Der ein oder andere aufmerksame Großstädter entdeckt immer wiederkehrende chiffrierte Botschaften. Die Dekodierung mag dem Laien nicht einfach fallen. Graffiti, Tags, Stencils, Sticker und Visual Kidnapping machen die Stadt lebendiger und so manche graue Wand bunter. Berlin, die Stadt derselben, ist auch hier wieder Zentrum der kreativen Kraft. Das regelmäßig stattfindende Kunstprojekt Backjumps verwandelt alle Jahre wieder die Stadt zu einem lebendigen Magazin und verteidigt damit Streetart als urbane Kommunikationsform.

Der Verein NOFITTI ist eine Bürgerinitiative zur „Rettung des Berliner Stadtbildes“. Die Berliner Zeitung, dass der NOFITTI-Chef zu DDR-Zeiten jahrelang Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi gewesen sein soll, was der Sympathie nicht zuträglich gewesen sein dürfte.

Illegale Neuordnung des öffentlichen Raums hin oder her - wer Popmonkeys auf Gehsteinen, Smileys auf Kaugummiautomaten und die “6″ auf Eingangstoren entdeckt, verkürzt sich nicht nur den Weg zur Arbeit, sondern lernt die Stadt zu lesen: kategorisiert nach Straßen und Städten auch online oder gebunden zu finden.

Aber auch andere Städte stellen Ausstellungsraum zur Verfügung. London hat gleich eine neue Population “kleiner Menschen” ausgesetzt und beobachtet Ihr Überleben im Goßstadtdschungel.

 

Die Stadt spricht - Ausstellungsraum Straße


Manche sprechen von Sachbeschädigung und Vandalismus, andere von Kunst. Einige nennen es die Rückeroberung des urbanen Raums, andere wiederum schimpfen über die “Reviermarkierungen inkontinenter Hunde”. Qualität und Ausdruck von Tags, Stencils, Sticker und Co ist so vielfältig wie die Szene selbst, die vom pubertären Schmierer bis künstlerisch motivierten Stadteroberern reicht.

Der ein oder andere aufmerksame Großstädter entdeckt immer wiederkehrende chiffrierte Botschaften. Die Dekodierung mag dem Laien nicht einfach fallen. Graffiti, Tags, Stencils, Sticker und Visual Kidnapping machen die Stadt lebendiger und so manche graue Wand bunter. Berlin, die Stadt derselben, ist auch hier wieder Zentrum der kreativen Kraft. Das regelmäßig stattfindende Kunstprojekt Backjumps verwandelt alle Jahre wieder die Stadt zu einem lebendigen Magazin und verteidigt damit Streetart als urbane Kommunikationsform.

Der Verein NOFITTI ist eine Bürgerinitiative zur „Rettung des Berliner Stadtbildes“. Die Berliner Zeitung, dass der NOFITTI-Chef zu DDR-Zeiten jahrelang Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi gewesen sein soll, was der Sympathie nicht zuträglich gewesen sein dürfte.

Illegale Neuordnung des öffentlichen Raums hin oder her - wer Popmonkeys auf Gehsteinen, Smileys auf Kaugummiautomaten und die “6″ auf Eingangstoren entdeckt, verkürzt sich nicht nur den Weg zur Arbeit, sondern lernt die Stadt zu lesen: kategorisiert nach Straßen und Städten auch online oder gebunden zu finden.

Aber auch andere Städte stellen Ausstellungsraum zur Verfügung. London hat gleich eine neue Population “kleiner Menschen” ausgesetzt und beobachtet Ihr Überleben im Goßstadtdschungel.

 

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