Warten auf Godot


Ein Stau ist eine nervenaufreibende Angelegenheit, die an einem Freitagabend nach einer noch aufregenderen Arbeitswoche wie in Falling Down zu einem Komplettausfall führen kann. Betrachtet man die Bilder von Maider Lopez wirken die kleinen bunten Autos, die in einer Schlangenlinie fein säuberlich hintereinander aufgereiht sind, umringt von sattem Grün, sehr putzig und unaufregend.

Lopez installierte diesen Stau 2005 in Nordspanien unter der Beteiligung von 425 Freiwilligen, die sich auf 160 Autos aufteilten und 4 Stunden damit verbrachten, einen Stau zu inszenieren -  in dieser Umgebung von Intza, Navarra, umringt von den Bergen des Aralar, hat so ein Stau eine eher meditative Wirkung.

ecoart trafficjam1 Warten auf Godot

traffic jam spain Warten auf Godot

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DIY: Post it, baby!


post it covered couch and furniture DIY: Post it, baby!

Es ist Montag und die To-Do-Liste hat sich nach Entleeren des E-Mail Accounts in erschreckende Länge gezogen? Die kleinen niedlichen Post-its pflastern die Stuhllehne, da sich der Bildschirmrand bereits längst ergeben hat und sich hinter einem dekorativen Rahmen kleiner bunter Post-Its versteckt? Dein Puls rast, die Hitze steigt in dein Gesicht und du schnappst nach Luft? Tief durchatmen. Entwickle ein positives Verhältnis zu den netten Erinnerungshelfern, die sich gegen alle modernen Alerts unserer Web 2.0 Welt durchgesetzt haben. Wie?

Erfinde neue Verwendungsmöglichkeiten. Mach dein graues Bürozimmerchen schick und bastele aus deiner To-Do Liste ein pixeliges Post-It Portrait von Elvis Presley oder Ray Charles. Der richtige Motivationskick, denn um das Puzzle zu vervollständigen benötigt man rund 2000 der bunten Schnipsel.

Eine andere Verwendungsmöglickeit stellt uns die Künstlerin Rebecca Murtaugh vor. Auf dem pinken Sofaschoner lässt es sich entspannter über unfertige Projekte sinnieren.

Der Weburbanist hat einige der Post-It Kunstwerke gesammelt.

famous people post it mural art1 DIY: Post it, baby!

Photo via Weburbanist

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Über Brandmauern und warme Füße


planung 75 Über Brandmauern und warme Füße

»Eine Wand hat Physiognomie und Charakter, und wenn sie auch kein Fenster enthält und nichts, was ihren Zusammenhang mit Lebendigem sonst offenbaren könnte, als höchstens die Reklametafel einer Schokoladenfabrik, dazu bestimmt, sich durch die Plötzlichkeit ihres Aufblitzens unauslöschlich (gelb und blau) festzusaugen in der Erinnerung.«, so verteidigt in den 20er Jahren der Journalist Joseph Roth das Medium Brandmauer als Werbefläche gegen den Vorwurf der ästhetischen Schändigung.

Die auf Fernwirkung ausgelegten, großflächigen Reklamebilder auf hohen Brandmauern haben Geschichte. Die Idee ist nicht neu, doch anders interpretiert: Architekten und Künstler wollen Berlins Mauern hübscher machen und dabei auch noch der globalen Erwärmung entgegenwirken. Das Konzept lautet Klimaschutz durch kreative Fassadengestaltung.


Überdimensionale Engel, Heizkörper-Installationen oder Rasen-Schachfelder, Wohnzimmertapetenmuster oder ganze Fußballfelder erblühen auf dem grauen Putz. Ich bitte darum, durchzuklicken und zu staunen: Brandmauer.

Die hübsch gestalteten Mauern halten auch die Füße auf der Straße puschelig warm, dass wusste man schon damals:

“Erzähle auf den Plakaten keinen Roman, denn niemand
will sich auf der Straße kalte Füße holen”, so Ernst Growald (1910).

Einen Blick auf die Strategien der Werbekunst im Katalog der gleichnamigen Ausstellung im Deutschen Historischen Museum Berlin.

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Ausstellungsraum Straße


Manche sprechen von Sachbeschädigung und Vandalismus, andere von Kunst. Einige nennen es die Rückeroberung des urbanen Raums, andere wiederum schimpfen über die “Reviermarkierungen inkontinenter Hunde”. Qualität und Ausdruck von Tags, Stencils, Sticker und Co ist so vielfältig wie die Szene selbst, die vom pubertären Schmierer bis künstlerisch motivierten Stadteroberern reicht.

Der ein oder andere aufmerksame Großstädter entdeckt immer wiederkehrende chiffrierte Botschaften. Die Dekodierung mag dem Laien nicht einfach fallen. Graffiti, Tags, Stencils, Sticker und Visual Kidnapping machen die Stadt lebendiger und so manche graue Wand bunter. Berlin, die Stadt derselben, ist auch hier wieder Zentrum der kreativen Kraft. Das regelmäßig stattfindende Kunstprojekt Backjumps verwandelt alle Jahre wieder die Stadt zu einem lebendigen Magazin und verteidigt damit Streetart als urbane Kommunikationsform.

Der Verein NOFITTI ist eine Bürgerinitiative zur „Rettung des Berliner Stadtbildes“. Die Berliner Zeitung, dass der NOFITTI-Chef zu DDR-Zeiten jahrelang Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi gewesen sein soll, was der Sympathie nicht zuträglich gewesen sein dürfte.

Illegale Neuordnung des öffentlichen Raums hin oder her - wer Popmonkeys auf Gehsteinen, Smileys auf Kaugummiautomaten und die “6″ auf Eingangstoren entdeckt, verkürzt sich nicht nur den Weg zur Arbeit, sondern lernt die Stadt zu lesen: kategorisiert nach Straßen und Städten auch online oder gebunden zu finden.

Aber auch andere Städte stellen Ausstellungsraum zur Verfügung. London hat gleich eine neue Population “kleiner Menschen” ausgesetzt und beobachtet Ihr Überleben im Goßstadtdschungel. Manche sprechen von Sachbeschädigung und Vandalismus, andere von Kunst. Einige nennen es die Rückeroberung des urbanen Raums, andere wiederum schimpfen über die “Reviermarkierungen inkontinenter Hunde”. Qualität und Ausdruck von Tags, Stencils, Sticker und Co ist so vielfältig wie die Szene selbst, die vom pubertären Schmierer bis künstlerisch motivierten Stadteroberern reicht.

Der ein oder andere aufmerksame Großstädter entdeckt immer wiederkehrende chiffrierte Botschaften. Die Dekodierung mag dem Laien nicht einfach fallen. Graffiti, Tags, Stencils, Sticker und Visual Kidnapping machen die Stadt lebendiger und so manche graue Wand bunter. Berlin, die Stadt derselben, ist auch hier wieder Zentrum der kreativen Kraft. Das regelmäßig stattfindende Kunstprojekt Backjumps verwandelt alle Jahre wieder die Stadt zu einem lebendigen Magazin und verteidigt damit Streetart als urbane Kommunikationsform.

Der Verein NOFITTI ist eine Bürgerinitiative zur „Rettung des Berliner Stadtbildes“. Die Berliner Zeitung, dass der NOFITTI-Chef zu DDR-Zeiten jahrelang Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi gewesen sein soll, was der Sympathie nicht zuträglich gewesen sein dürfte.

Illegale Neuordnung des öffentlichen Raums hin oder her - wer Popmonkeys auf Gehsteinen, Smileys auf Kaugummiautomaten und die “6″ auf Eingangstoren entdeckt, verkürzt sich nicht nur den Weg zur Arbeit, sondern lernt die Stadt zu lesen: kategorisiert nach Straßen und Städten auch online oder gebunden zu finden.

Aber auch andere Städte stellen Ausstellungsraum zur Verfügung. London hat gleich eine neue Population “kleiner Menschen” ausgesetzt und beobachtet Ihr Überleben im Goßstadtdschungel.

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Die Stadt spricht - Ausstellungsraum Straße


Manche sprechen von Sachbeschädigung und Vandalismus, andere von Kunst. Einige nennen es die Rückeroberung des urbanen Raums, andere wiederum schimpfen über die “Reviermarkierungen inkontinenter Hunde”. Qualität und Ausdruck von Tags, Stencils, Sticker und Co ist so vielfältig wie die Szene selbst, die vom pubertären Schmierer bis künstlerisch motivierten Stadteroberern reicht.

Der ein oder andere aufmerksame Großstädter entdeckt immer wiederkehrende chiffrierte Botschaften. Die Dekodierung mag dem Laien nicht einfach fallen. Graffiti, Tags, Stencils, Sticker und Visual Kidnapping machen die Stadt lebendiger und so manche graue Wand bunter. Berlin, die Stadt derselben, ist auch hier wieder Zentrum der kreativen Kraft. Das regelmäßig stattfindende Kunstprojekt Backjumps verwandelt alle Jahre wieder die Stadt zu einem lebendigen Magazin und verteidigt damit Streetart als urbane Kommunikationsform.

Der Verein NOFITTI ist eine Bürgerinitiative zur „Rettung des Berliner Stadtbildes“. Die Berliner Zeitung, dass der NOFITTI-Chef zu DDR-Zeiten jahrelang Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi gewesen sein soll, was der Sympathie nicht zuträglich gewesen sein dürfte.

Illegale Neuordnung des öffentlichen Raums hin oder her - wer Popmonkeys auf Gehsteinen, Smileys auf Kaugummiautomaten und die “6″ auf Eingangstoren entdeckt, verkürzt sich nicht nur den Weg zur Arbeit, sondern lernt die Stadt zu lesen: kategorisiert nach Straßen und Städten auch online oder gebunden zu finden.

Aber auch andere Städte stellen Ausstellungsraum zur Verfügung. London hat gleich eine neue Population “kleiner Menschen” ausgesetzt und beobachtet Ihr Überleben im Goßstadtdschungel.

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Berlin am Hudson River


cityhallsouthprint Berlin am Hudson River

Berlin am Hudson River

Neu York an der Spree, die Siegessäule steht knietief im Wasser und meine Kreuzberger Altbauwohnung ist an der 3rd Avenue to East River- die Welt steht Kopf? Oder hat der Zweite Weltkrieg einen anderen Ausgang genommen, als es uns die Geschichtsbücher vorgaukeln wollen? Wer manipuliert hier wen?

Melissa Gould heißt die Verwirrungsstifterin:

“It is an exploration of psychological transport, place, displacement and memory. This re-imagining of the city plays with comparison and misrecognition, exploring the coexistence of past and present, fiction and reality.” Kartografie mal anders.

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