IKEA lässt Hollywoodstars ausbilden


Välkommen! Der Herbst steht vor der Tür und das Verlangen nach Heimeligkeit und Schöttbullar wächst. Und wer könnte dieses besser stillen als unser aller Lieblings-Wohnphilosoph IKEA? Ein Besuch im schwedischen Möbelhaus lässt nicht nur das Wohnzimmer frischer erscheinen, denn  IKEA ist nicht einfach ein Vertreiber von Billy-Regalen und Innensechskantschlüsseln, sondern eine Lebenseinstellung.

Leider liegt mir noch keine soziologische Analyse der Wertvorstellungen des aktuellen IKEA-Katalogs vor, wer also an der Quelle sitzt…

Damit wir alle am gesunden Wir-Gefühl unser schwedischen IKEA-Familie teilhaben können, hier ein kleines Einführungsvideo zum Mitarbeitertraining. Um der kalten und grauen Welt Hollywoods zu entfliehen, sind einige Schauspieler in das IKEA Ausbildungszentrum geflüchtet. Dort erlernen sie die essentiellen Dinge des Lebens, wie  die richtige Zubereitung von Fleischbällchen, die Begrüssung von Kunden und das Überlebenstraining mit einem Innensechskantschlüssel. Vielleicht ist auch bald Paris Hilton im IKEA-Gelb unterwegs. Unter Easy to Assemble TV gibt es noch mehr praktische Ratgeber- und Trainingsvideos. Willkommen in der Welt von IKEA.

We are Family!

Post to Twitter



…IKEA sperrt Nils ein


Das schwedische Möbelhaus mal wieder: Ich weiss nicht wie, aber IKEA hat Nils in einen kargen Raum gesperrt und lässt ihn über Kameras beobachten.

Ob hier ein psychologisches Experiment von uns per Livestream beobachtet werden darf oder ob es sich um eine choreografierte Kampagne handelt, ist dabei nicht so klar. Nils ist ganz allein, aber jeder kann ihn anrufen oder ihm schreiben…auch per Post. Nils muss also nicht ganz ohne Interaktion auskommen.

Aber was sollte ich ihm sagen: Vielleicht kann man Nils Anweisungen geben, wie “Kopfstand und Lachen”. “Junge, halt durch. Bald ist September.” Nils wartet nämlich auf den September. Dann ist die Sperrfrist wohl rum. Aber er wartet nicht, um seine Blässe über Sauerstoffaufnahme zu vertreiben. IKEA spekuliert darauf, dass das arme Wesen nach ausreichender Isolation und Entzug von visuellen Reizen vollends auf den neuen IKEA Katalog 2009 abgeht und wir ihm dann beim Einräumen zusehen können. Na, ob das klappt? Hier kann man Nils besuchen.

www.warte-bis-september.de

Und an IKEA: Ich hätte eigentlich statt Nils auch viel lieber MC Winkel die Schwedenflagge auslegen sehen.
Inspiration fürs Nils-Anweisungen-geben findet man auf der schwedischen IKEA Seite Kom ini Garderoben
Gefunden beim Stylespion

Post to Twitter



Ikea Namengenerator


Hab ich doch was Feines zum Spielen fürs Wochenende gefunden:

Der schwedische Möbelnamen Generator ist eventuell auch Arbeitstool der IKEA-Produktnamengeber in Älmhut (eine Erschütterung der Cannaboiden-Theorie).

swedishfurniture Ikea Namengenerator

Und damit wäre auch gleich die Frage beantwortet, ob ich eher ein Tisch oder doch ein Bett bin.

Gefunden beim Stylespion.

Post to Twitter



Lebst du schon oder wohnst du noch?


Die alte Frage, die unser aller Standard-Wohnphilosoph IKEA schon hinausrief: “Wohnst Du noch oder lebst Du schon?” Wie hallt das Echo zurück?

Machen Dich Deine vier Wände glücklich? Diese Frage haben einige Marktforscher von Gewis gestellt - ausschließlich an Frauen. Die Annahme Frauen hätten naturbedingt einen besseren Sinn für Ästhetik, scheint sich hartnäckig zu halten.

Fühlen sich die Manner vernachlässigt? Bitte zurückrufen: “Ich lebe schon!” Was sie zu dieser Annahme bewegt, hätte ich dann aber schon gerne gewusst. Die Argumentation: “Ich spüle einmal in der Woche” wäre schwach. Frische Schnittblumen und gesunde Pflanzen sind schon eher ein Pluspunkt für eine lebendige Wohnung. Oder aktive IKEA-Hacker bitte zu Wort.

Zurück zu den Ergebnissen der Umfrage: 84 Prozent der Frauen verrieten, dass eine schöne Wohnung für sie ein wesentlicher Bestandteil zum Glücklichsein sei. Rund 78 Prozent haben sehr genaue Vorstellungen davon, wie sie sich einrichten möchten, es fehlt ihnen jedoch Zeit oder Geld. Der Feind einer schicken Wohnung sind die üblichen Laster einer Frau: Kleidung, Accessoires, Reisen und Ausgehen. Dafür geben nämlich 26 Prozent lieber Geld aus, als für die Wohnung

Neun Prozent sehen ihre Wohnung nur als einen Ort zum Schlafen. Ihnen ist es daher egal, wie sie aussieht, berichtet die Zeitschrift Elle. Sprechen da die “hard working women” unter uns?

via Sueddeutsche

Post to Twitter



Ikea verärgert Dänen mit kuriosen Produktnamen


Ein Mittel gegen Heimweh? Eine Runde „Schöttbullar“ bei Ikea. Ich kann nicht erklären woran es genau liegt. Ein Grund ist mit Sicherheit, dass Ikea überall gleich ist. Ikea ist Ikea und das egal wo du bist, ob in Deutschland, Spanien oder Malaysia. Das schwedische Möbelhaus hat die Welt erobert.

Nun könnte ich natürlich dagegenhalten, dass ähnlich globalisierte Unternehmen wie H&M, die auch aus dem hohen Norden kommen, nicht solche heimische Gefühle bei mir hervorrufen, und dass meine Wohnung auch noch nie ein Plagiat aus dem Ikea-Katalog war. Ich tippe darauf, dass es an der freundlichen Mitarbeiterin hinter dem Tresen der IKEA-Frühstücksbar liegt, die mir mit einem so ausgelassenen Gesichtsausdruck in aller Ruhe ausführt, was denn der Unterschied zwischen den Safthähnen mit der Aufschrift „Orange“ und „Naranja“ ist.

Die Ikea-Philosophen übermitteln uns via IKEA-Katalog gesellschaftliche Werte, wie Multikultur, Kinderliebe und Geselligkeit. Bei IKEA ist die Welt noch in Ordnung. Und IKEA ist greifbar, wie Ildikó von Kürthy feststellt: „Anders als Modeschauen von Gucci und Kochbücher von Paul Bocuse verführen Ikea-Kataloge nicht zum Träumen vom Unerreichbaren. Diese Möbel aus Schweden sind so real, so erschwinglich, so vernünftig.“ Wir sind alle gleich, suggeriert uns die Welt von Ikea. Billy ist schliesslich in jedem standesgemässen Studentenwohnung und auch Familienwohnzimmer daheim.

Die IKEA Botschafter bringen uns doch gerne immer wieder zum Lachen, vornehmlich mit ihrer kreativen Namensgebung. Die Artikel erhalten nicht schlicht eine kalte Nummer, sondern lustige Namen. Poäng, Lekvik oder Hemnis rufen bei dem ein oder anderen wohl Assoziationen hervor, die so garnichts mit Lampen- oder Stuhlmodellen gemein haben. Weniger die Namensgebung als vielmehr die Namensfindung gibt immer wieder Anlass, halbseidene Theorien aufzustellen, die den Versuch darstellen, das System zu dekodieren. Ja, es steckt System dahinter, wie hinter allen Produkten und Bauanleitungen der schwedischen Möbelkette. Nein, alle Anhänger der Cannaboiden-Theorie (Ikea-Manager sitzen in einem kleinen Kämmerchen und werfen sich in einer Art Rauschzustand neue Wortschöpfungen an den Kopf) werden enttäuscht sein. Schauplatz ist der Konzernsitz im schwedischen Älmhult, dort werden die Namen erfunden.

Nun wird die Abteilung und ihre kreative Arbeit Gegenstand einer emotionalen Debatte, die die Kopenhagener Universität ins Rollen gebracht hat. Der Kommunikationswissenschaftler Klaus Kjøller behauptet, dass sich die Schweden vertreten durch Ikea über die Dänen lustig machen wollten. Warum? Fußabstreifer, Läufer, billige Teppiche tragen die Namen dänischer Ortschaften, wie Helsingør und Roskilde. Und was macht man mit Fussbelägen? Draufrumtrampeln. Klarer Fall von „schwedischem Imperialismus“. „Türmatten und Läufer sind drittklassig, wenn nicht siebtklassig im Rahmen der Wohnungseinrichtung. Tiefer als ein Fußbodenbelag geht ja eigentlich gar nicht”, kritisiert Klaus Kjøller.

Aber auch die Dänen sind ein lustiges Völkchen und wissen zu kontern: Carlsberg solle seinen alkoholfreien Bieren schwedische Ortsnamen geben. Und dann ist alles wieder gut und Friede kehrt auf dem idyllischen Fleckchen Erde ein, an dem Fleischbällchen auf Bäumen wachsen.

Via taz

Post to Twitter