Juni 29th, 2009
Ein nackter Mann räkelt sich lasziv auf dem Chaiselounge, zwei ebenso splitterfasernackte Frauen spielen abwesend an Pflanzen, die scheinbar aus Wänden und Mobiliar sprießen. Meine erste Vermutung war, dass es sich hierbei um einen Dokumentarfilm handele, in dem das Sozialverhalten unter Beeinflussung halluzinogener Stoffe anhand studentischer Kommunen aus den 70er Jahren analysiert würde. Mein zweiter Tipp war, das Bild sei Anschauungsmaterial zum Langzeitexperiment “Garten Eden”, welches die Wirkung tropischer Pflanzenstoffe im Innenbereich als Stimuli teste.

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Juni 16th, 2009

Eine grüne Alternative zu Sprühfarben sind Moos Graffitis. In der internationalen Urban Art Szene ist das Moos bereits als “wachsender” Ersatz beliebt und breitet sich in Form von Poesie, Polarbären oder Rentieren auf leeren Mauern aus.
Künstler wie Anna Garforth und Edina Tokodi haben bereits viele langweilige Wände mit einem Bewohner geschmückt. …
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Juni 1st, 2009
Eine besonders geeignete Beschäftigung zur Unterhaltung in der Krisenzeit ist das Guerilla Gardening. Es ist umsonst und drückt Protest aus, kanalisiert in grünen Bahnen, gesäumt von Sonnenblumen.
Teufelchen und Engelchen halten beim Guerilla Gardening Händchen, ist es auf der einen Seite ein Weg, den eigenen Lebensraum aufzuwerten und auf der anderen illegal und per Gesetz Sachbeschädigung. Die Flächen der grünen Attacke sind öffentlicher Raum: Verkehrsinseln, Bürgersteige und sonstige vergessene Flecken im urbanen Beton-Einerlei. Dies befördert das sonst so friedvolle Gärtnern zum Guerilla Akt, denn es macht ebensolche Taktiken notwendig, um erfolgreich zu sein. Vom verführerischen Flair abgesehen, könnte man eigentlich meinen, der Schreber-Garten erobere den öffentlichen Raum. Schließlich haben die kriegerischen Gärtner genauso die Selbstversorgung im Hinterkopf wie ihre weniger hippiesken Vorgänger. Auch der Revoluzzer träumt von der Zucchini-Ernte - nur vor dem Hotel Atlantik.
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