April 8th, 2009
Stadtansichten auf der Bluse: Was aussieht wie ein Blumenmuster, sind in Wirklichkeit Berliner Straßenlaternen.
Mit ihrem Modelabel Stadtkluft verwirklichen Claudine Brignot (urbanspeed) und Sandra Siewert (s-wert-design) ein durch und durch urbanes Konzept im Bereich Modedesign. Das beste aus zwei Welten, Mode und Grafik, auf Stoff vereint:
Pariser Luft Wickelrock
Die Kleider sind urbane Trachten aus hochwertigen Materialien, - eine schöne Schale mit intelligenten Details für die Wanderjahre in der Stadt (…).
Die Kollektion umfasst bislang fünf Städte: Berlin, Brüssel, Paris, New York und Tokyo sind Paten der großstadtgerechten Uniform. Die architektonischen Landschaften dieser Metropolen liefern Motive, die auf hochwertigem Stoff gebannt wie kleine Liebeserklärungen wirken. Die Borte “Brüsseler Spitzen” setzt sich aus dem Atomium zusammen. Die Brücken von New York, der Blick über die Dächer von Paris und die Tokioter Strassenleuchte abstrahiert als florales Muster sind subtiler und romantischer als jedes “I heart NY”-T-Shirt.
Sandra und Claudine sammeln bei jeder ihrer Städtereise neue Ideen. Sandra: “Ich erstelle zu verschiedenen Städte und Themen Grafiken/Muster. Dann stimmen Claudine und ich uns ab, welche Teile wir produzieren wollen und welche Sadt dazu passt.”
Ich hoffe, sie besuchen auch bald Barcelona. Spannend zu sehen für welches Motiv sie sich entscheiden würden, der phallusartige Agbar-Turm oder eher die Sagrada Familia? Bei der voll gepackten Schatztruhe an Architekturdesign dürften doch gleich mehrere Kollektionen für katalanische Stadtpflanzen drin sein.
Und was bringt der Sommer für Großstadtindianer?
Die neuen Kluften greifen das maritime Thema in Form von grafisch angeordneten Booten, linearen Architekturen aus Berlin, den wellenförmigen Schwimmbad-Dächern und dem urbanen Seerosen-Motiv auf.
Im Internet kann man die Teile im Onlineshop bestellen.
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September 19th, 2008
Hier mein persönlicher Touritipp für Berlin: Grillen ist eine der schönsten Hauptbeschäftigungen des Sommers. Dass das Grillen überall möglich ist beweisen mal wieder die Berliner und setzen einen neuen Trend. Grillen im Park war gestern, nach der Eroberung sämtlicher Grünflächen ist nun das Wasser dran: orangene Ufo-Boote schwimmen auf dem Müggelsee oder dem Landwehrkanal und verbreiten eine wohlschmeckende Würstchennote. Das Grilllboot ausgerüstet mit Schirm, Rost und Elektroantrieb bietet 10 Grillern einen Platz um die kreisrunde Insel seiner Mitte, sein Heiligtum, der Grill. Die Mietpauschale wird je nach Tag und Dauer berechnet und liegt zwischen 35,– bis 55,– Euro.
Ein ordentliches Soundsystem ist auch an Bord, bei ordentlicher Windstärke (4) muss der wasserabweisende Schirm eingefahren werden.
Strafprogramm und obendrauf “In die Ecke stellen und schämen” wäre eine gerechtfertigte Massnahme für die gewitzten Werbeleute, die hier am Werke waren: “Grill und chill … sei dabei – feel V.I.P”. Autsch.
Foto: www.grill-boot.de
Und wer hats erfunden? Die Süddeutschen (Architekturstudenten)!
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September 5th, 2008
…was dabei raus kommt? Lass es auf deinen Augen zergehen! Nahe Barcelona, in Convexities, steht mitten der mediterranen Landschaft ein rätselhaftes Gebäude.

Antonio Cardillo beschreibt selbst sein Design so sinnlich und poetisch, dass es mir schwerfällt es wiederzugeben.
Ich verweise stattdessen auf die folgenden Auszüge: Here, as in a Flamenco dance, the body breaks up, invading the space moving through its potential articulations without, however, defining the void, or, interpreting the many possibilities of moving within it: fleshy and sensual, but equally incisive and precise. Secret but luminous. Closed but open to a multitude of possibilities. A body inside another body. Compressed, suspended and continuous in its curvilinear trajectory.
Da spricht die pure Leidenschaft - die Kurven der Decken spielen mit dem Licht!
Raus aus der Villa Kunterbunt - mein Traumhaus :

Ich wäre dann der Nachmieter von Herrn Winkelsen.

Ne kleine grosse Auswahl von offbeat Architektur:
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Mai 5th, 2008

Extreme - der Begriff wird nicht nur gerne für jegliche Abwandlung sportlicher Aktivitäten verwendet, sondern inzwischen auch auf den Bereich “Wohnen” angewendet. “Xtreme Houses” nennt sich das Ganze. Ich assoziiere mit “xtreme” die Attribute gefährlich, abenteuerlich und schwindelerregend - Tischdekoration, Gartenbau und Sofabezug fallen für mich in eine andere Kategorie. Bis jetzt war ich vollkommen verblendet von heimeligen Einfamilienhäusern und Wohneinrichtungskatalogen.
Etwas abgeschwächt im Wortgebrauch, aber nicht weniger atemberaubend ist der Bildband “Spektakuläre Häuser” von Holger Reiners (DVA, 69,95 Euro): eindrucksvolle Fotos, Originalgrundrisse, Beschreibungen der Entwurfskonzepte sowie Architektenporträts zeigen 33 preisgekrönte Bauten und Wohnkonzepte.
Eines von der parasitären Sorte ist das Rucksackhaus - frei nach dem Motto “sesshaft war gestern” zieht der Wohnkubus mit und heftet sich flexibel an jedes Haus an. Die mobile Immobilie enthält eine ausklappbare Einrichtung. Der Wohnnomade schnallt sich sein 1,6 Tonnen-Zuhause innerhalb von 4 bis 5 Stunden um - der spontane Umzug hat eine echte Chance. Die Versorgung des Wohnparasits funktioniert wie in der Natur: Das Haus liefert als Wirt Strom und Heizung.
Der Bewohner schwebt im freien Raum und sollte schwindelfrei sein, denn die Ausblicke durch das im Boden befindliche Fenster sind ungewöhnlich. Ein neues Wohnerlebnis bietet auch das “Floating Home” - weder Haus noch Schiff - der Hamburger Architekten Förster Trabitzsch. Vom Wasser getragen lässt es sich auf 192 Quadratmetern Wohnfläche im Sporthafen Hamburgs komfortabel leben.

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