„Storytelling“ ist der Schlüssel zum Herzen der Menschen, so Salmon in Berufung auf Robert Mc Kee (Drehbuchautor). Publizist Evan Cornog zufolge ist “die Fähigkeit, Geschichten zu erzählen, heute eine wesentliche Voraussetzung für eine Führungsposition in Amerika“.
Mehr als mit klaren Argumenten wird nicht nur im Verkaufsmanagement, sondern auch in der Politik und selbst in der Kriegsführung mit Geschichten erreicht. Der Alt-Schauspieler Reagan war überzeugt von der Macht des Geschichteerzählens und rührte in seiner Rede zur Lage der Nation mit der Lebensgeschichte eines armen vietnamesischen Mädchens und seinem Aufstieg zur amerikanischen Heldin. Kalte Statistiken ersetzte er gerne durch Fiktionen aus Filmszenen. Bill Clinton perfektionierte und etablierte das Storytelling zum methodischen Vorgehen in der Politik. Zu seiner Entourage gehörten Hollywood-Drehbuchautoren und Werbefachleute. Letztere müssten nach selbsternanntem „Mythmaker“ Ramzy umdenken. Die Menschen kaufen keine Produkte oder Marken, sondern Geschichten und Legenden, die um diese ranken.
Das Geschichteerzählen birgt ein grosses Manipulationspotential, so Salmon, vor allem, wenn Fiktion als Grundlage für politische Entscheidungen benutzt werde.
Salmon bezeichnet Blogger in einer Studie des Pew Center als „neue Interneterzähler“ „Es reicht nicht mehr, man selbst zu sein. Man muss zu seiner eigenen Geschichte werden. Du bist Deine Story.“ Salmon zufolge belegt die „rasante Verbreitung von Blogs […] die Begeisterung für das Geschichtenerzählen“. Die Menschen wollten sich allerdings nicht an den „wichtigen öffentlichen Debatten“ beteiligen, sondern vor allem „ihre Geschichte“ erzählen.
Also, was sind Blogs? „Blogs in plain english“ ist ein im Stil der „Sendung mit der Maus“ gehaltenes Erklär-Video von Common Craft.
Blogs verändern Selektionsprozesse, den Medienkonsum allgemein. Neben die professionelle Nachrichtenproduktion tritt die persönliche. Jeder, der etwas zu erzählen hat, findet sein Publikum. “Isn’t everything news to someone?”












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Kalte Statistiken brauchen wir aber auch. Ich denke es hat mit der Art des Konsumverhaltens zu tun, ist es ein emotional oder an Fakten orientierter Kunde bzw. Produkt. Ich liebe common craft, Das ist Sendung-mit-der-Style, cool.
Januar 29th, 2009
Reply to “Die Macht des Geschichtenerzählers”