The Dø hören und sehen


Was Frisches für die Ohren und dazu noch Potential zur Vorbildfunktion, das bieten die Sängerinnen Olivia Merilaht, Rachael Yamagata oder The Bat for Lashes Sängerin Khan: experimentell, andersartig, hübsch und intelligent.

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Aber eins nach dem anderen.

Helsinki und Paris zusammen gewürfelt klingt so: The Dø ist eine Indie-Folk Band bestehend aus dem Franzosen Dan Levy und der aus Finnland stammenden Olivia Merilaht. Der Komponist für Jazz- und Filmmusik und die Sängerin arbeiteten das erste Mal für den französischen Thriller “Empire of the Wolves” (2005) zusammen.

The Dø spielt mit den Genres, nimmt ein Baustück hier und da heraus und kreiert daraus etwas Neuartiges. Pop mit Electro, HipHop mit Folk: Die meisten Texte sind in English geschrieben, einen charmanten Folk-Rap verfasste Olivia sogar in finnisch. Die Verspieltheit spiegelt sich auch in ihrem Bandnamen wider, legt man die Interpretation von The Dø auf ihrer offiziellen Myspace Seite zu Grunde:

The first note on the standard musical scale is “do” which is the last note also, representing what’s new and what’s old, giving the musicians and artist the latitude & longitude to re-invigorate any musical genre, from blues, rhythm & blues, jazz, bebop, doowop & hip-hop, not to mention rock & roll, and eitherway to sing or play you’ve got to do it with your heart & soul.

Naheliegender ist die Erklärung , dass mit Dø die Initialien der beiden (Dan & Olivia) gemeint sind.

Sicherlich dauert es nicht lange, bis die ersten Björk Vergleiche aufkommen. Tatsächlich ist Olivia nicht nur musikstilistisch, sondern auch klamottentechnisch experimentierfreudig und eine wahre Inspiration.

Die Songs, wie “At Last” oder “On my Shoulder”, mit denen die Zwei bereits im vergangenen Jahr in Frankreich für Furore sorgten sind ab dem 17. April auf dem Debütalbum “A Mouthful” in Deutschland zu hören.

Der freier Download eines äußerst gelungenen Ministry of Sound Remixes des Songs “On my Shoulder” ist schon zu haben.

Das Video zur Single-Auskopplung:


Live hören und schauen in Deutschland:

15.05. Hamburg - Prinzenbar
16.05. Berlin - Magnet
17.05. Köln - Studio 672
18.05. Frankfurt - Brotfabrik
19.05. München - 59 to 1

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An den Landungsbrücken raus….


“…und noch 200 meter und jetzt geht der fallschirm auf
jetzt geht der fallschirm auf, na dann herzlich willkommen zuhaus
und ein letztes mal winken und ich bin raus”.

Diese Zeilen stammen von Kettcar und haben unsere Reise durch Hamburg in der letzten Woche begleitet. Hamburg, meine Perle, schön war die Zeit. Vom Jungfernstieg über den Galaostrich in die Hafencity, zum Abschluss ein Stück auf der Veddel. Ein kleiner Umweg, der sich lohnt. Der Applaus ist mal leiser, mal lauter. Bald ist unser Streifzug auf nuroa.tv in Ton und Bild zu bestaunen.

“Mein Berlinhass ist (…) milder geworden”, ein Kompliment von Kettcar an die Hauptstadt, dass ich an die Weltstadt Hamburg zurückgeben kann. Was sich neckt, das liebt sich.

Im Stadtmagazin Zitty ist jetzt ein Interview mit Kettcar zum neuen Albumrelease “Sylt” zu lesen…mit folgendem Bonusmaterial zum Interview.

Was wäre wenn … Kettcar nicht aus Hamburg kämen?

Die schönsten Textzeilen übertragen von der Elbe an die Spree

  • „Geld allein macht auch nicht glücklich / Aber irgendwie doch besser im Taxi zu weinen als im HVV-Bus, oder nicht?“ (aus „Im Taxi weinen)
  • „Streik allein macht auch nicht glücklich / Aber irgendwie doch besser in der BVG-Tram zu weinen, als zu Fuß im Regen, oder nicht?“
  • „Überall lauern Barbie und Ken / Du kriegst In/Out-Listen und Top Ten“ (aus „Nullsummenspiel“)
  • „Überall lauern Peaches und Ben / Du kriegst Pub-Crawl-Routen und Top Ten“
  • „Und verblutend am Elbstrand, die Getränke sind alle / Noch ein letztes Mal winken auf dem Weg aus der Leichenhalle“ (aus „Landungsbrücken raus“)
  • „Und verblutend in der Bar 25, die Pillen sind zu klein / Noch schnell die Schuhe suchen und dann weiter ins Berghain“
  • „So, hier nehmt das – Musik, Kunst und Kino / So, hier nehmt das – Sex und Casino“ (aus „Agnostik für Anfänger)
  • „So, hier nehmt das – Popkomm, Linienstraße, Berlinale / So, hier nehmt das – Kitkat Club, Pokalfinale“

Interview von Christoph Koch
Ich komme wieder….

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Snoop als neuer Stern am deutschen Schlagerhimmel


Zunächst dachte ich, es sei ein Traum - aber einer von den Guten.

Alte Kindheitserinnerungen vermischen sich mit surrealen Szenen und gegenwärtiger Popkultur: Snoop Doggy Dogg steigt aus meinem Ofen wie ein frisch gebackener Sonntagsbraten und schmettert charmant und locker: “Schön ist es, auf der Welt zu sein” ins Mikro. Wo bin ich?

Vielleicht bin ich traumatisiert - ständig werde ich mit dem Vorurteil konfrontiert “Deutsche stünden auf David Hasselhoff”. Ja, David hatte eine gute Zeit mit den Deutschen und das maskuline “I’ve been looking for freedom” schallt auch noch immer schmerzhaft in unseren Ohren nach.

Don’t hassel the Hoff -

aber wir können auch anders. Die Deutschen stehen nicht nur auf maskuline Sixpacks von 1,90m Körpergröße, die in zu enger Jeanshose ihr Bein einseitig zum Takt der Musik auf-und abbewegen. Nein, es gab eine Zeit in der wir zu jungen, charmanten Männern in Anzügen lauschten, wie Roy Black einer war. Wir haben lange gesucht, um Jemanden zu finden, dem der Anzug wieder so gut steht wie Roy, doch wir haben ihn gefunden. Der Wunderknabe kommt wieder aus den Staaten: der beste aller Rapper Snoop Doggy Dog macht Anstalten David von dem Thron zu werfen - und Deutsch hat er auch schon gelernt…

Gut, das mit dem “Stachelschwein” üben wir nochmal. Danke Snoop!

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Musikalisches Zeitreisen


empfehle ich zur Einstimmung auf das neue Jahr und Abschluss des Alten. Was gibt es besseres am Silvesterabend als Fondue mit der guten Preiselbeersauce nach Mamas Rezept und Sekt zum “Dinner for One” gespickt mit  Nostalgie und Schwelgen in alten Erinnerungen. Und da Fotoalben ja irgendwie aus der Mode gekommen sind, man im letzten Jahr aber auch nicht dazu gekommen ist die Fotos auf dem Rechner zu ordnen, schlage ich vor: Etwas Musik bringt  alte Gefühle am Schönsten wieder hoch, drum ist “Yamelo - bring back melodies” eine Web 2.0 Anwendung, die noch in diesem Jahr getestet werden sollte. Über eine Zeitleiste, die bis in das Jahr 1965 zurückreicht, findet man Musikvideos mit musikgeschichtlichem Wert oder auch nicht. Auf jeden Fall lernt man so, wer mit MC Hammers „U can´t touch this“ im Sommer 1990 konkurrierte. Dieses Musik-Stöber-Archiv-Spielzeug verhindert zumindest an dem heutigen Abend, sich alte Styling- und Frisur- Missgeschicke wieder vor Augen zu führen. Frohes Neues!

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