Chanel animiert


Puder, Gloss und Kajalstift haben auch ein Leben. Zumindest im Modehaus Chanel! Viel zu hübsch, um einfach nur seine Zeit auf der Ablage zu fristen, das Makeup-Kit kann mehr. Die Lippenstifte reihen sich in dem Animationsfilm von Peter Philips, Global Creative Director Makeup, aber nicht zum Ringeltanz auf, um ein Doppel-C zu formieren. Das wäre zu naheliegend.

chanel Chanel animiert

Die neue Kollektion der Makeup Luxusprodukte präsentiert sich stattdessen als Roboter, Spinne, Sonnengott….und Coco Chanel.  ”Here comes the Beauty Pack” ist andersartig und clever. Philips lieferte nicht nur die Idee, sondern auch die technischen Zeichnungen zum Animationsfilmchen. Doch was die Musik betrifft, hat der belgische Kreative nachgegeben:“If it were up to me it would have been disco”.

Via Nowness

Post to Twitter



…still feels like summer


Nolan house from Drew Tyndell on Vimeo.

Song: `Don’t Think Twice, It’s All Right’ by Bob Dylan

Das Nolan Haus ist wohl einer dieser magischen Orte, gegen dessen Anziehungskraft man sich als Kind schon nicht wehren konnte. Das Haus einer ehemaligen Plantage im kleinen Ort Bostwick in Georgia, USA ist seit den 70er Jahren verlassen. Die Familie erbaute das groβe Wohnhaus Anfang 1900. Es ist umgeben von heruntergekommenen Scheunen und einem kleinen Lädchen auf der gegenüberliegenden Straβenseite, auf dessen Schild in verblichenen Schriftzügen der Name Nolan noch zu entziffern ist. “The Nolan House” bietet dank seines verwitterten Charmes das perfekte Setting für Romantiker, Verliebte und Fotografen.

noland set 1 copy ...still feels like summer

Der ländliche Südstaaten-Ort selbst mit seinen herunterbröckelnden Ziegelstein-Häuschen, die von viktorianischen Zäunen umgeben sind, und dem alten Hotel aus dem 19. Jahrhundert ist das passende Ausflugsziel, um dem Trubel der Stadt zu entfliehen und auf nostalgische Entdeckungsreise zu gehen. Das Team von “Liebe Marlene” hat an einem sonnigen Herbsttag die Gunst der Stunde genutzt und einen bezaubernden Besuch des Nolan Hauses auf Film festgehalten. Das passende Vintage-Outfit ist in ihrem Store erhältlich.

noland set 61 ...still feels like summer

noland set 21 ...still feels like summer

Post to Twitter



Wild thing


Wenn ich wiedergeboren werden sollte, dann bitte als Grüne Schildkröte - das war mein erster Gedanke, als ich zum ersten Mal die erstaunlichen Fotografien von Wellenfanatiker und Surfer Clark Little sah. Honu, wie sie die Einheimischen rufen, macht sich jeden Tag auf den Weg nach Laniakea Beach in Hawaii, wo sie reichlich Seetang futtert und ein Nickerchen unter den wärmenden Sonnenstrahlen macht, bevor sie sich wieder in die Wellen stürzt, um sich von ihnen sanft nach Hause tragen zu lassen. Dabei kennt Honu alle gewieften Surftechniken, welche ihr einen geschmeidigen Wellenritt bereiten: smooth dude!

schildi1 Wild thing

Honu ist ein angenehmer und unaufdringlicher Meeresbewohner, dessen Heimreise im Sog der Welle Surf-Fotograf Little auf Film festhalten konnte.

Post to Twitter



All you need is love


Ein bezauberndes Lookbook über die Liebe des Londoner Fotografen Chris Craymer, mit dem schlichten Titel “Romance”, zeigt keine Models, sondern echte Liebespaare in ganz persönlichen Momenten der Zweisamkeit.

Craymer wollte eine Kollektion aus Momentaufnahmen der Liebe  erstellen, die eines ausdrückt: “essentially emotional rather than intellectual or fashion led”.

Romance for me was the perfect vehicle to make pictures which can convey a number of emotions…I wanted to try to make pictures which could be for example sexy, funny, joyful and also powerful and even soulful.”

bookpage23 All you need is love

bookpage51 All you need is love

bookpage28 All you need is love

bookpage96 All you need is love

Post to Twitter



Moos Graffiti


 poem3 Moos Graffiti

Eine grüne Alternative zu Sprühfarben sind Moos Graffitis. In der internationalen Urban Art Szene ist das Moos bereits als “wachsender” Ersatz beliebt und breitet sich in Form von Poesie, Polarbären oder Rentieren auf leeren Mauern aus.

Künstler wie Anna Garforth und Edina Tokodi haben bereits viele langweilige Wände mit einem Bewohner geschmückt. 

Post to Twitter



Warten auf Godot


Ein Stau ist eine nervenaufreibende Angelegenheit, die an einem Freitagabend nach einer noch aufregenderen Arbeitswoche wie in Falling Down zu einem Komplettausfall führen kann. Betrachtet man die Bilder von Maider Lopez wirken die kleinen bunten Autos, die in einer Schlangenlinie fein säuberlich hintereinander aufgereiht sind, umringt von sattem Grün, sehr putzig und unaufregend.

Lopez installierte diesen Stau 2005 in Nordspanien unter der Beteiligung von 425 Freiwilligen, die sich auf 160 Autos aufteilten und 4 Stunden damit verbrachten, einen Stau zu inszenieren -  in dieser Umgebung von Intza, Navarra, umringt von den Bergen des Aralar, hat so ein Stau eine eher meditative Wirkung.

ecoart trafficjam1 Warten auf Godot

traffic jam spain Warten auf Godot

Post to Twitter



HOME - Unser Zuhause von oben


Der Welt-Umwelttag der Vereinten Nationen (UN) am 5. Juni ist Anlaß für die Weltpremiere des neuen Films von Yann Arthus-Bertrand. Es ist das erste Mal, dass ein Spielfilm gleichzeitig in mehr als 50 Ländern veröffentlicht wird.

Bisher einmalig ist auch, dass der Film nicht nur im Kino, sondern zeitgleich im Fernsehen, im Internet, auf DVD/Blue-ray und auf Freilicht-Bühnen am Eifelturm in Paris oder im Central Park in New York  zu sehen ist. Weiter sind über fünf Google Maps „Layers“ zugänglich, welche von Usern erstellte Inhalte, Informationen über die Veranstaltungsorte der Events und Aufklärungsmaterial anbieten.

Post to Twitter



6 Billion Others: Was macht dich glücklich?


Ich habe die letzte Woche in Marrakesch verbracht und staunte über die Welt und die Menschen dort, die ich mir, nur 2 Flugstunden von meinem derzeitigen Zuhause entfernt, nicht unterschiedlicher hätte vorstellen können. Doch existieren diese Unterschiede nur an der Oberfläche, sind wir uns am Ende ähnlicher als wir es zunächst auf den ersten Blick eingestehen können?

Gibt es etwas, dass die Menschen abseits der sprachlich, sozial, politisch oder geografisch auferlegten Grenzen vereint? Suchen wir am Ende alle nur dasselbe Glück?

Der französische Fotojournalist Yann Arthus-Bertrand bereiste für sein Projekt “6 Billion Others” die Welt auf der Suche nach einem kollektiven Bewußtsein. Sechs Filmemacher interviewten in 450o Stunden  6000 Menschen in 65 Ländern der Welt. Der brasilianische Fischer, der 112 Jahre alte Mann aus Kenia, der afghanische Bauer, der deutsche Künstler oder die tibetische Religionslehrerin reflektieren in Interviewportraits darüber, was sie zum Lachen bringt, was sie traurig macht, über Geld, Liebe, Familie, Ängste und ersten Kindheitserinnerungen. Die Antworten auf Fragen nach universellen Werten,  so unterschiedlich sie ausfallen mögen, provozieren eine Selbstreflektion, eröffnen neue Pespektiven und lassen uns in ihnen manchmal selbst wiedererkennen. Das bunte Patchwork lässt das Ganze durchschimmern, das sich hier umgekehrt erst in der Nähe offenbart. Die dokumentarischen Videoportraits sind zum Teil auf der Webseite “6 Billion Others” zusammengetragen.

Neugierde überbrückt schnell die Distanz, nicht zuletzt auch mit Hilfe der Close-Up Aufnahmen, die eine Intimität herstellen, welche uns veranlassen, aufmerksam zuzuhören. Das Projekt “6 Billion Others” hat ein Portrait der Menschheit geschaffen, das uns in seiner Vielfalt unsere Ähnlichkeit präsentiert.  Am Ende sind wir doch alle nur Menschen.

“We don’t choose, where we are born, we choose who we want to become,” so ein Bulgarier.

northernindia kopie2 6 Billion Others: Was macht dich glücklich? window kopie 6 Billion Others: Was macht dich glücklich?

Das Ziel des Projekts formuliert der Initiator so: “We have a need for major initiatives that aim to open the eyes of as many people as possible to the environmental and social problems that confront us all. Only collective awareness and a concerted effort will produce the changes that are needed. It’s time to act. It’s too late to be a pessimist”.

Über die  Webseite, ein demokratisches Sprachrohr, kann jeder an dem Projekt teilnehmen, indem er die Fragen beantwortet und seine individuellen Sichtweisen darlegt, so universell sie in der Gesamtheit sein mögen.

Post to Twitter



Willkommen in Berlin


Berlin, Berlin - immer noch mitten in der Pubertät? Hat das jeh ein Ende mit dem Selbstfindungsprozess?

Wäre aber doch auch langweilig, so ein fest definiertes Bild. Besser mach neu, wie Peter es  immer singt. Aber das mit deiner Mitte scheint nicht ausgeglichen. Statt Assel nun Schaulaufen auf der Kastanienallee, belagert von uniformen Magazin-Copycats. Hast du dir das auch gut überlegt? Hast viele groß gezogen und ziehen lassen, denn Hartz 4 ist dein Spitzname. Ne, ich sing hier jetzt keine Loblieder auf die Panoramabar, das White Trash und sonstige Ponybars - macht schon sonst jeder.

Man spricht über dich - doch wen interessierts überhaupt. Am Ende bleibt Berlin doch immer nur Berlin.

Post to Twitter



Die Pietshow: StudiVZ hat seine erste Seifenoper


Der Ausspruch “Ich glotz TV” wirkt immer altmodischer. Die Mattscheibe im Wohnzimmer gerät in Vergessenheit, auch wenn sich ein Herr Reich-Ranicki gekonnt vehement für die Qualität des deutschen Fernsehens einsetzt, seine Zukunft findet woanders statt - im Internet. Immer mehr Menschen beziehen  ihren täglichen Medienrausch aus dem Internet. “Gute Zeiten schlechte Zeiten” war gestern, nun bandelt Grundy Ufa mit StudiVZ an und raus gekommen ist die “Pietshow”. Angekündigt mit einem Video auf Youtube, das einen verheissungsvollen Titel trägt: “Typ knallt besoffen auf Party durch die Wand!”.

Die Fernsehsoap-Fabrik Grundy Ufa hat exklusiv für das Online-Netzwerk StudiVZ und MeinVZ (Ableger für Zielgruppe “Ü30″) 15 Folgen mit Abschluss produziert. Pro Woche gibt es 2 neue Folgen, die in Häppchen serviert von Dienstag bis Freitag in einer eigens gegründeten StudiVZ-Gruppe präsentiert werden. 14 Minuten lang erzählen diese vom aufgesetzt schlabbrig charmanten Filmstudenten Piet, der das Geschehen in der unfreiwillig zusammengewürfelten WG in Berlin Kreuzberg filmt und online stellt. Die professionallen Macher der Ufa-Fabrik wissen genau was sie tun. Der klar umrissenen Zielgruppe der Studenten müsse man schon etwas mehr liefern, die schauen genau hin. StudiVZ Nutzer seien also aufgeklärter und zeigten ein radikal anderes Medienverhalten als die Ottonormalverbraucher  des werktäglichen deutschen Vorabendprogramms. So ist die Soap, die keine sein soll, gewürzt mit einer mysteriösen Metaebene, die der WG-Seifenoper in Kombination mit den wackeligen Amateurbildern ein bisschen “Blairwitch-Project” und “Cloverfield” Feeling sowie einen Schuss Mediensatire bekannt aus  “Die Truman-Show” verleihen soll.
Vielleicht war es die fehlende Metaebene, die die erste deutsche Online-Soap “Candy Girls” (auf MySpace) beim Versuch die Seifenoper zu revolutionieren scheitern liess.

Vorbildlich vernetzt wie diese ist aber auch die Pietshow mit den Fake-Profilen der vier Protagonisten Piet, Nick, Jessy und Melanie. Diese sollen zu einem lebhaften Dialog anregen, denn schliesslich ginge es dabei nicht  um Mitgliedergewinnung, sondern darum einen echten Dialog anzuregen, laut StudVZ-Gründer Michael Brehm. Und die WG-Mitbewohner sind echte Profis, was die umstrittenen Datenschutzbestimmungen des Online-Netzwerkes betrifft: die Profile sind alle geschützt und nur teilweise sichtbar. Piet, der alte Rebell, ist Mitglied der StudiVZ-Gruppe “Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg!”, die für unrühmliche Furore sorgte und den allesbeherrschenden und grenzenlosen Spass-Faktor des Online-Netzwerkes überzog. Um noch mehr Interaktivität anzukurbeln gibt es am Ende der Staffel einen echten Seasons Cliffhanger, genauso wie bei den Großen. Und vielleicht dann in der zweiten Staffel noch mehr Metaebene.

Bevor es auf StudiVZ wieder “Alles meta, Alter!” (die erste Folge lief gestern) lautet, gibt es noch eine Menge Käffchen (den offeriert StudiVZ bei Wartungsarbeiten seinen Mitgliedern).

Post to Twitter