Moos Graffiti


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Eine grüne Alternative zu Sprühfarben sind Moos Graffitis. In der internationalen Urban Art Szene ist das Moos bereits als “wachsender” Ersatz beliebt und breitet sich in Form von Poesie, Polarbären oder Rentieren auf leeren Mauern aus.

Künstler wie Anna Garforth und Edina Tokodi haben bereits viele langweilige Wände mit einem Bewohner geschmückt. 

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6 Billion Others: Was macht dich glücklich?


Ich habe die letzte Woche in Marrakesch verbracht und staunte über die Welt und die Menschen dort, die ich mir, nur 2 Flugstunden von meinem derzeitigen Zuhause entfernt, nicht unterschiedlicher hätte vorstellen können. Doch existieren diese Unterschiede nur an der Oberfläche, sind wir uns am Ende ähnlicher als wir es zunächst auf den ersten Blick eingestehen können?

Gibt es etwas, dass die Menschen abseits der sprachlich, sozial, politisch oder geografisch auferlegten Grenzen vereint? Suchen wir am Ende alle nur dasselbe Glück?

Der französische Fotojournalist Yann Arthus-Bertrand bereiste für sein Projekt “6 Billion Others” die Welt auf der Suche nach einem kollektiven Bewußtsein. Sechs Filmemacher interviewten in 450o Stunden  6000 Menschen in 65 Ländern der Welt. Der brasilianische Fischer, der 112 Jahre alte Mann aus Kenia, der afghanische Bauer, der deutsche Künstler oder die tibetische Religionslehrerin reflektieren in Interviewportraits darüber, was sie zum Lachen bringt, was sie traurig macht, über Geld, Liebe, Familie, Ängste und ersten Kindheitserinnerungen. Die Antworten auf Fragen nach universellen Werten,  so unterschiedlich sie ausfallen mögen, provozieren eine Selbstreflektion, eröffnen neue Pespektiven und lassen uns in ihnen manchmal selbst wiedererkennen. Das bunte Patchwork lässt das Ganze durchschimmern, das sich hier umgekehrt erst in der Nähe offenbart. Die dokumentarischen Videoportraits sind zum Teil auf der Webseite “6 Billion Others” zusammengetragen.

Neugierde überbrückt schnell die Distanz, nicht zuletzt auch mit Hilfe der Close-Up Aufnahmen, die eine Intimität herstellen, welche uns veranlassen, aufmerksam zuzuhören. Das Projekt “6 Billion Others” hat ein Portrait der Menschheit geschaffen, das uns in seiner Vielfalt unsere Ähnlichkeit präsentiert.  Am Ende sind wir doch alle nur Menschen.

“We don’t choose, where we are born, we choose who we want to become,” so ein Bulgarier.

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Das Ziel des Projekts formuliert der Initiator so: “We have a need for major initiatives that aim to open the eyes of as many people as possible to the environmental and social problems that confront us all. Only collective awareness and a concerted effort will produce the changes that are needed. It’s time to act. It’s too late to be a pessimist”.

Über die  Webseite, ein demokratisches Sprachrohr, kann jeder an dem Projekt teilnehmen, indem er die Fragen beantwortet und seine individuellen Sichtweisen darlegt, so universell sie in der Gesamtheit sein mögen.

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Grüne Wandtaschen


“Green pockets” heißen die Zwitter aus Blumentopf und Fliese der Eco-Designerin Maruja Fuentes.

Die Grünen Taschen greifen ineinander wie ein Fischschuppenmuster und wechseln sich mit flachen Fliesen ab, was neben der Bepflanzung einen großen Spielraum der individuellen Gestaltung ermöglicht. An der Wand angebracht erwecken die Fliesen den Eindruck, dass diese lebt und aus ihr Pflanzen wachsen. Das ausgezeichnete Eco-Design-Stück hatte seinen ersten öffentlichen Auftritt auf der Mailänder Furniture Fair 2009. Green pockets sorgen nicht nur für ein gesundes Klima im Wohn-oder Arbeitsbereich, sondern sollen auch eine Art Fusion zwischen Interior und Natur herstellen. Die Keramikfliesen sind aus recyceltem Material gefertigt. Die Puerto Ricanische Designerin erhielt für ihre Arbeit den Red Dot Award 2009 .

Auf ihrer Homepage sind noch weitere interessante Eco-Designs zu entdecken.

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Der Letzte macht das Licht aus


Die Glühbirne ist inzwischen als Energieschlampe verhöhnt. Die 1879 von Thomas Edison erfundene Glühlampe steht in Europa endgültig vor dem Aus. Rund 95 Prozent des gefressenen Stroms verpufft als Wärme. Der erste Schritt ist die Verbannung der über 100 Watt Glühbirnen aus dem Handel ab Oktober diesen Jahres.
Da aus unserem Alltag verschwindenden Dingen wie YPS Hefte, Ado-Gardinen oder Monokasettenrekorder ein Kultpotential inhärent ist, sollte jeder zwei Mal überlegen, bevor er die durchgebrannte Birne achtlos in den Müll wirft.  Sie besitzt bisher allerlei unentdeckte Talente für nostalgische DIY-Projekte.

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Green Spotlight: Famooser Badvorleger


Auf einem Bett aus Moos zu schlafen, stelle ich mir in etwa genauso extravagant und luxuriös vor, wie in Eselsmilch zu baden. Da das Moosbett den Matratzentest noch nicht bestanden hat, steige ich nun aus dem Spa-Eselsmilch-Badezusatz direkt auf einen Teppich aus Moos. Der ist nämlich bereits aus der Natur in die Badezimmer importiert worden und umschmeichelt die nassen Füßchen zärtlicher als jeder haushaltsübliche Frotteevorleger.  Konstruiert hat das Eco-Style-Item die Schweizer Industriedesignerin La Chanh Nguyen.

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Go Girl: Pipi im Stehen


Darauf hat die Frauenbewegung lange Zeit gewartet und die amerikanische Hygieneindustrie hat es ihr gegeben. Endlich sind die Zeiten vorbei, in denen Frauen dazu gezwungen waren, das Leben im Sitzen an sich vorbeiziehen zu lassen. Ein großer Schritt in Richtung Gleichberechtigung ist vollbracht. Die Frauen haben das wohl exklusivste aller männlichen Privilegien übernommen: Frauen können jetzt im Stehen pinkeln. Und das Beste daran: “You won’t be like a man. You’ll just pee like one!”

Lange genug mussten wir sitzend zusehen, wie Männer ihre Freiheit genossen und das Urinieren in der Öffentlichkeit zelebrierten. Der letzte Coup war der Uroclub - Zutritt für Frauen untersagt, versteht sich. Freiluft-Urinieren hat sich etabliert. Aus dem Wald auf den Golfplatz, oder so ähnlich. Stilsicher in Golfschläger pischern ist Männersache. (Wenn ich das nächste Mal ‘nen Mann mit Golfschläger spazieren gehen sehen sollte, weiß ich Bescheid.)

Der Befreiungschlag heißt “GoGirl”, ein Silikonbecher oder “female urination device”, der den “Pee on the run” ermöglicht. Jede wird es lieben, denn es ist pink, wiederverwertbar und passt in jede Handtasche.

Und wer hat’s erfunden? Ohne Silikon gibt es die Pipi-Hilfe schon seit Jahrzehnten in Europa. Doch der Selling Point zieht nicht, denn Liebhaberinnen von Feuchtgebieten, die sich wie alle seit Nena wissen, weder Achseln noch Beine rasieren, können kein Vorbild für emanzipierte Amerikanerinnen sein…

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Operation NICE


Es ist Morgen, die Leute stürmen in die U-Bahn und drängeln die zum Ausstieg bereiten Fahrgäste zurück in den Waggon, auf dem Fußgängerweg hindert eine Menschenmauer den Durchmarsch ins Büro, im Supermarkt wird der Einkauf zum Hindernislauf, an der Schlange folgen dann Hackenkoffer-Ausweichmanöver.
Wer zuerst in die Augen schaut hat verloren.
Gibt es den Alltag auch in einer netten Version?

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Am Ende sind wir dann alle griesgrämig und besser wird es so nicht. Ein Lächeln oder eine winzige Geste könnte jemandem, der keinen Mut hat, schon den Tag retten und das Leben soviel angenehmer und einfacher machen. Das dachte sich auch die Initiatorin der Operation NICE, die Leute dazu motivieren möchte, proaktiv freundlich, also “nice”, zu sein.

Die Webseite der Initiative versorgt mit allem was man für seine persönliche “NICE-Kampagne” benötigt: kleine Giveaways, Ideen, die anderen den Alltag versüssen, NICE-Testimonials, NICE-Badges, und die Kürung der “NICE Person of the Week”.

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The Dø hören und sehen


Was Frisches für die Ohren und dazu noch Potential zur Vorbildfunktion, das bieten die Sängerinnen Olivia Merilaht, Rachael Yamagata oder The Bat for Lashes Sängerin Khan: experimentell, andersartig, hübsch und intelligent.

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Aber eins nach dem anderen.

Helsinki und Paris zusammen gewürfelt klingt so: The Dø ist eine Indie-Folk Band bestehend aus dem Franzosen Dan Levy und der aus Finnland stammenden Olivia Merilaht. Der Komponist für Jazz- und Filmmusik und die Sängerin arbeiteten das erste Mal für den französischen Thriller “Empire of the Wolves” (2005) zusammen.

The Dø spielt mit den Genres, nimmt ein Baustück hier und da heraus und kreiert daraus etwas Neuartiges. Pop mit Electro, HipHop mit Folk: Die meisten Texte sind in English geschrieben, einen charmanten Folk-Rap verfasste Olivia sogar in finnisch. Die Verspieltheit spiegelt sich auch in ihrem Bandnamen wider, legt man die Interpretation von The Dø auf ihrer offiziellen Myspace Seite zu Grunde:

The first note on the standard musical scale is “do” which is the last note also, representing what’s new and what’s old, giving the musicians and artist the latitude & longitude to re-invigorate any musical genre, from blues, rhythm & blues, jazz, bebop, doowop & hip-hop, not to mention rock & roll, and eitherway to sing or play you’ve got to do it with your heart & soul.

Naheliegender ist die Erklärung , dass mit Dø die Initialien der beiden (Dan & Olivia) gemeint sind.

Sicherlich dauert es nicht lange, bis die ersten Björk Vergleiche aufkommen. Tatsächlich ist Olivia nicht nur musikstilistisch, sondern auch klamottentechnisch experimentierfreudig und eine wahre Inspiration.

Die Songs, wie “At Last” oder “On my Shoulder”, mit denen die Zwei bereits im vergangenen Jahr in Frankreich für Furore sorgten sind ab dem 17. April auf dem Debütalbum “A Mouthful” in Deutschland zu hören.

Der freier Download eines äußerst gelungenen Ministry of Sound Remixes des Songs “On my Shoulder” ist schon zu haben.

Das Video zur Single-Auskopplung:


Live hören und schauen in Deutschland:

15.05. Hamburg - Prinzenbar
16.05. Berlin - Magnet
17.05. Köln - Studio 672
18.05. Frankfurt - Brotfabrik
19.05. München - 59 to 1

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Ich will Tapeten


Vorbei die Zeiten,  zu denen uns die nackte und kalte Raufasertapete Löcher in die Luft starren ließ. Sie schenkte uns keine Ablenkung in Form verspielter Formen. Sie verriet uns nichts über den Bewohner der vier Wände, die sie bedeckte oder versetzte uns je nach Zweck des Raumes in Stimmungen.

Allein der Name - Raufaser - lässt einem den Schauer über den Rücken laufen. Die Raufasertapete war über zu viele Jahre hinweg die Universallösung. Egal ob Wohn-, Ess- oder Schlafzimmer, überall ödete sie uns penetrant an.

Freiheit für die Wände, gibt ihnen ein Leben. Ich trau ihnen mehr zu, als nur so rumzustehen. Zurück zur Kuscheligkeit der Wandbekleidung, auf die schon Mutti und Vater in jungen Jahren schwörten. Und ich setz noch einen oben drauf: Tapeten sind die Zukunft, so sagt es die 3. Stilwerk Studie des Trendbüros. Wie Kissen oder Teppiche “stillen sie unsere Sehnsucht nach Bürgerlichkeit und Harmonie”.

Entzückende und ganz und gar nicht langweilige Exemplare bietet die TapetenAgentur: der Online Katalog bietet außergewöhnlich schmucke Bekleidung wie z.B. die Tapete “Grove Garden”, “Cherry Cup Cake” oder “True Romance”. Männliche Motive sind auch vertreten.

Nie wieder ohne meine Tapete.

imagecontroller Ich will Tapeten

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Ekel vorm Mitbewohner im Kühlschrank


Die Suche nach der geeigneten WG ist ein steiniger Weg und das WG-Casting mag nicht selten vor einer  Mitbewohner-Jury mit Dieter-Bohlen Besetzung stattfinden. Denn nur die Harten kommen in den Garten.
Wer nicht mehr bei Mutti lebt, kann auch nicht erwarten, dass die Töpfe immer gespült und der Kühlschrank gefüllt ist. Durch die WG-Schule muss jeder durch, früher oder später. Doch was tun, ist man erstmal drin?

Die Informationsvermittlung innerhalb der WG beschränkt sich seit Menschengedenken auf  kleine Zettelchen, wenn es sich um Unangenehmes handelt: “Du hast deine Haare im Sieb vergessen” oder ” Die Keime in deinem Kühlschrankfach haben mir heute einen “Guten Morgen” gewünscht”. Letzteres muss nun nicht mehr länger Ursache für eine WG-Krise sein und könnte möglicherweise auch die WG-Kommunikation revolutionieren: der modulare Flatshare-Kühlschrank sagt dem handelsüblichen keimigen WG-Kühlschrank den Kampf an.

Der “Flatshare”-Kühlschrank besteht aus individuellen Teilen: Auf einer Basisstation lassen sich einzelne Kühlschrank-Teile stapeln. Jeder Bewohner erhält seinen eigenen Kühlraum, für den er selbst verantwortlich ist. Jeder Kühlschrank-Teil lässt sich  individuell mit bunten Skins gestalten und mit Add-ons - wie etwa mit Flaschenöffnern - erweitern. Der Flatshare-Kühlschrank ist Gewinner des Electrolux Design Lab  2008. Stefan Buchberger, der an der Wiener Universität für Angewandte Kunst studiert, setzte sich mit seiner Konzeption eines WG-Kühlschranks  unter 600 Einsendungen von Design-Studenten aus 49 Ländern durch. Die Idee entstand, da er sich vor dem eigenen Kühlschrank ekelte.
Prost Mahlzeit!


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