…still feels like summer


Nolan house from Drew Tyndell on Vimeo.

Song: `Don’t Think Twice, It’s All Right’ by Bob Dylan

Das Nolan Haus ist wohl einer dieser magischen Orte, gegen dessen Anziehungskraft man sich als Kind schon nicht wehren konnte. Das Haus einer ehemaligen Plantage im kleinen Ort Bostwick in Georgia, USA ist seit den 70er Jahren verlassen. Die Familie erbaute das groβe Wohnhaus Anfang 1900. Es ist umgeben von heruntergekommenen Scheunen und einem kleinen Lädchen auf der gegenüberliegenden Straβenseite, auf dessen Schild in verblichenen Schriftzügen der Name Nolan noch zu entziffern ist. “The Nolan House” bietet dank seines verwitterten Charmes das perfekte Setting für Romantiker, Verliebte und Fotografen.

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Der ländliche Südstaaten-Ort selbst mit seinen herunterbröckelnden Ziegelstein-Häuschen, die von viktorianischen Zäunen umgeben sind, und dem alten Hotel aus dem 19. Jahrhundert ist das passende Ausflugsziel, um dem Trubel der Stadt zu entfliehen und auf nostalgische Entdeckungsreise zu gehen. Das Team von “Liebe Marlene” hat an einem sonnigen Herbsttag die Gunst der Stunde genutzt und einen bezaubernden Besuch des Nolan Hauses auf Film festgehalten. Das passende Vintage-Outfit ist in ihrem Store erhältlich.

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Neues Schuhwerk


Sukkulenten spazieren tragen kann Frauchen jetzt mit den Schuhen der Designerin Carmel Walsh. Sie ist nicht die erste Künstlerin, die sich von der Natur hat inspirieren lassen. Doch Walsh scheint einen prägenden Ausflug in die Wildnis gemacht zu haben, der sie in der Auswahl von Form und Material ihrer Schuhkollektion stark beeinflusst hat.

photo by Fernando Biagioni // Image Courtesy of Carmel Walsh

photo by Fernando Biagioni // Image Courtesy of Carmel Walsh

photo by Fernando Biagioni // Image Courtesy of Carmel Walsh

photo by Fernando Biagioni // Image Courtesy of Carmel Walsh

“I was inspired by the shapes of cliffs and terraced farming on mountains; by the rich world of textures in coral reefs; by the change of color within the decay and erosion of the earth.The basic concept of life, the cycle of a seed growing into a plant whose fibers can be used to make natural fabrics, which in turn can be used to make sustainable footwear is beautiful and idealistic. The final goal is the reduction of impact upon that which I find inspiration - nature. What is born from nature returns to it in the end”. In dem ein oder anderen Umfeld könnte der Schuh auch der Tarnung dienen.

Auf den ersten Blick stellt sich einem die Frage, ist der Schuh eine Pflanze oder die Pflanze ein Schuh?
Was drin, dran und drumherum ist, erklärt Walsh:
“My shoes are made with vegetable tanned leather, walnut wood heels, fabrics including caucciu covered organic cotton, linen, raffia, hemp, bamboo and cork to support the forms.”

Ihren Versuch fast und slow fashion in Einklang zu bringen, finde ich auβergewöhnlich und gelungen. Zudem ziemlich pfiffig, denn statt die Tiefen des Schuhschranks immer wieder aus Neue herauszufordern, hilft der Blumenladen Abhilfe auf der Suche nach einem neuen Paar Schuhe für die nächste Saison.
Ist das Paar dann runtergetanzt, findet es Platz zwischen den anderen Blumentöpfen auf dem Balkon.

via Yatzer

photo by Fernando Biagioni // Image Courtesy of Carmel Walsh

photo by Fernando Biagioni // Image Courtesy of Carmel Walsh

 

Baptiste G. in “prostitute heels”


Boys and Girls, aufgehorcht: Nach der grossen Verwirrung, die der metrosexuelle Mann in der Kategorisierung von Gender ausgelöst hat, wird es jetzt nochmal kompliziert.
Oder was macht der nackte Mann in den Nuttenschuhen da am Pool?

heels Baptiste G. in prostitute heels

Foto: Olivier Zahm

“Karl was really inspired by Baptiste. Because Baptiste connects him to a lot of different periods of his life and he’s a living journal — can you say that? — for Karl. He can really transform Baptiste into different characters. […] So I said, ‘Okay, you shoot a man, but as a Helmut Newton woman.’ He immediately chose Baptiste, and he had the great idea to use these prostitute high heels, which are just meant for prostitutes — they’re not meant for a glamorous night”, erklärt Olivier Zahm, Herausgeber des Purple Magazins, die Fotostrecke der aktuellen Herbstausgabe .

Ah, so funktioniert das also mit dem Crossdressing als stilistisches Mittel. Mir liegt das “W” auf der Zunge und frag mich doch, ist es nun ein “Newton Tribute Fraumann”, Karls Vorliebe (ist nicht das erste Mal, dass Karl seine neue Muse  Baptiste Giabiconi in Heels steckt), sexy oder doch einfach nur langweilig?

Was die Gemueter erhitzt ist wohl weniger die Kombination aus Six-Pack und Stöckelschuh - nuttig hin oder her - Hochglanz Editorials experimentieren seit ihrer Erfindung. Was die Auflage in die Höhe schnellen lassen dürfte ist nicht allein der genialen Schöpferkraft Lagerfelds geschuldet, sondern vielmehr der sexuell aufgeladenen Stimmung dieser Bilder. Die Muse Baptiste von hinten fotografiert, lehnt sich nackt über eine Brüstung. Die Motivation scheint weniger künstlerischer, sondern vielmehr persönlicher Natur zu sein und Kaiser Karl mehr als ein asexueller Workaholic. Love through the lense?



P.S.: Jetzt muss mir nur noch jemand erklären, was der Unterschied zwischen den Prostituierten High Heels von Baptiste und den Stöckeln von Victoria Beckham ist.

via

 

Ein Sommernachtstraum


Wie sähe der perfekte Ort aus, um an einem lauen Sommerabend den Abend mit Freunden zu verbringen?

Unter freiem Himmel. Auf  grünem Grass. Sand unter den Sohlen wäre eine verlockende Alternative. Und wenn wir nach oben blicken, wölben sich silbrig schimmernde Kronen aus Luft über uns zu einem Dach, das sich im Wind wiegt und die Sonnenröte reflektiert. Träumerisch und zugleich futuristisch ist das Modell “Air Forest” von Mass Studies. Der Inflatable Pavillon absorbiert die Windströmungen, um sich mit Luft zu füllen und spendet Schatten, während zugleich vereinzelt schillernde Sonnenstrahlen zwischen den silbrigen Punkten auf seiner Textur hindurch sickern. Der Wald aus Luft schafft einen dynamischen öffentlichen Raum.

air forest Ein Sommernachtstraum

Das Design des pneumatischen Pavillons soll seine Umwelt spielerisch reflektieren, statt diese zu besetzen. Zwischen den 35 Pfeilern und 9 Himmelszelten lässt sich der Sommer sicherlich herrlich verbringen. Das Inflatable lässt sich einfach transportieren und ohne jegliche Stützen, Schrauben oder sonstiges Werkzeug aufbauen. Es braucht etliche Griller, um den Pavillon aus 1400 Quadratmetern Nylonstoff auszufüllen. Mass Studies konstruierten Air Forest für Denvers Dialog:City im letzten Sommer.
In der Nacht schaffen die leuchtenden Säulen eine verzaubernde Kulisse.

inflatable1 Ein Sommernachtstraum

Fotos by Sungpil Won und

Jason Walp

Via Arch Daily

Technorati Profile

 

Garten Eden aus Filztaschen


Ein nackter Mann räkelt sich lasziv auf dem Chaiselounge, zwei ebenso splitterfasernackte Frauen spielen abwesend an Pflanzen, die scheinbar aus Wänden und Mobiliar sprießen. Meine erste Vermutung war, dass es sich hierbei um einen Dokumentarfilm handele, in dem das Sozialverhalten unter Beeinflussung halluzinogener Stoffe anhand studentischer Kommunen aus den 70er Jahren analysiert würde. Mein zweiter Tipp war, das Bild sei Anschauungsmaterial zum Langzeitexperiment “Garten Eden”, welches die Wirkung tropischer Pflanzenstoffe im Innenbereich als Stimuli teste.

woolypockets Garten Eden aus Filztaschen

 

Die Rückkehr der Uniform


Jeden Tag die gleiche Frage und der sehnliche Wunsch nach einem begehbaren Kleiderschrank. Mag dieser noch so vollgestopft sein, wirkt er doch immer nach Altkleidersack, denn die übernächste Saison hat sich schon wieder angekündigt. Kleidung ist Ausdruck der Persönlichkeit und der Individualität, unser Geschütz, um im Alltagsbrei nicht unterzugehen. Der Kick nach einer neuen Errungenschaft dauert nur kurz an, der Feel-Good Trigger braucht ständig neues Futter - der Schrank bleibt immer zu klein.

uniform project Die Rückkehr der Uniform

 

Leute machen Kleider


Das Wichtigste sei, Schulter und Hals schön zu lockern. Entspannung ist das A und O beim Stricken, verrät die Münstertaler Strickexpertin Oma Else der FAZ, alles andere komme wie von selbst. Hätte ich das früher gewusst, hätte ich den Trick mal meiner Lehrerin für “Textiles Werken” verraten. Damals, in der Grundschule, war das Schnippeln eine weniger vergnügliche Beschäftigung. Doch in Krisenzeiten hält eine alte Tugend Einzug in die urbane Szene, denn die Erkenntnis ist nicht neu:

Lockere Schultern und elegantes Nadelspiel machen glücklich.

vivienne westwood drawing1 Leute machen Kleider

 

Karl who…?


Jutetaschen baumeln seit Jahren an Hipster-Schultern. Das Besondere und Individuelle sind ihre Aufdrucke. Zugegeben, nicht alle sind wirklich kreativ und mancher Hype ist auch nicht nachvollziehbar, löste der schlichte Spruch “I am not a Plastic Bag” einen Run aus, der sämtliche Wartelisten sprengte. Gerade als die Fashionistas glaubten, die Jutetasche hätte ausgedient passiert so etwas: Nizza, letzte Woche, Karl Lagerfeld.

karl who bag Karl who...?

 

Kleiderleiter


Vor kurzem habe ich in der Tienda HAMPTONs (APC, Acne Jeans, Gallo) auf der der Paseo del Borne in Barcelona diesen alternativen Kleiderständer entdeckt.

Kleiderstange

Aus ihrem gewohnten  Zusammenhang losgelöst, entwickeln Gegenstände ganz neue Funktionen. Perpektive um 90 Grad gedreht, Drahtseile an beide Enden geknotet und an die Decke angebracht, die schwebende Kleiderleiter erblickt die Interior-Welt.

Sie sieht nicht nur gut als, weil Acne Jeans an ihr hängen. Besonders elegant wirkt die Kleiderleiter in einer Umgebung im rohen Loftstil oder Vintage-Look.

Kleiderleiter01

 

Festival Ausrüstung


Der Festival Sommer beginnt und die Frage “Was zieh ich an?” dürfte den üblichen Kleiderschrankfundus überfordern, denn es geht ja hier nicht nur um “damit-man-mich-auch-gut-sehen-kann”, sondern auch um die Überlebensfähigkeit. Da ich mich selbst überzeugt habe, dass Männer in diesem Sommer nur in weißen Jumpsuits herumspringen sollten und so keine Chance für weite, bierbauch-verdeckende  T-Shirts mehr besteht, überspring ich hier mal die Kleiderfrage. Nur soviel: dieses Accessoire gehört nicht auf das Festival-Venue. Die naturverbundene, traditionelle Vorgehensweise wie damals in Woodstock wirkt da weniger lächerlich.

Zum Mädels-Survival-Package: Der Hippie-Vintage-Look hat sich bis heute bewährt, passt er doch am besten zu den schmutzigen Füßchen und den Graßbüscheln im Haar. Wer sich so schnell keine Zöpfe mehr wachsen lassen kann, greift zu diesem Shirt von Mision Misericordia.

 

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